Umwelttipps

Die Zeiten, in denen der gesamte Hausmüll in einem einzigen Abfalleimer entsorgt wurde, sind lange vorbei. Die Welt steht nie still, es gibt neue Entwicklungen, viele positiv, einige negativ. Die Einführung des Recyclings und das Verständnis, Abfall als Wertstoff zu sehen, ist sicher als äußerst positive Wende zu betrachten. Doch durch die neuen und immer verbesserten Weiterverwertungen entstehen auch viele Unsicherheiten, die es auszuräumen gilt. Einige davon sollen hier aufgefasst und geklärt werden.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir geben unser Bestes, um Ihre Fragen zu beantworten: Müllabfuhrzweckverband Biedenkopf

DVDs/CDs entsorgen

Film- und Musik- Streaming-Dienste lassen langsam aber sicher unsere geliebten DVD- und CD-Sammlungen überflüssig werden. Doch was tue ich, wenn ich meine Sammlung auflösen möchte? Verkaufen stellt hier sicher die beste Möglichkeit dar. Doch was passiert mit CDs unbeliebter Künstler oder selbst gebrannten CDs?
CDs und DVDs bestehen überwiegend aus Polycarbonat, einem hochwertigen und teuren Kunststoff. Dieser Kunststoff wird umgeben von einer dünnen Schicht Aluminium, manchmal sogar von Silber oder Gold, damit die Daten gelesen werden können. DVDs und CDs sind recht leicht wieder in den Kreislauf zurückzuführen. Laut Umweltbundesamt werden aus alten CDs und DVDs meist Produkte für die Medizintechnik und Automobilindustrie. Der beste Entsorgungsweg findet sich bei INTEGRAL in Marburg-Cappel und Dautphetal, denn dort werden CDs und DVDs in einem Sammelsystem angenommen und verwertet. Noch ein Hinweis zu Ihrer eigenen Sicherheit: Nehmen Sie sich vor der Entsorgung einen spitzen Gegenstand und zerkratzen Sie bei einer persönlichen Daten-CD die Leseoberfläche, um so die Daten für Computer unleserlich zu machen.

Stoff- anstelle von Plastiktüten verwenden

Laut Bundesregierung werden in der EU jährlich rund 100 Milliarden Plastiktüten verwendet – und vor allem entsorgt. Davon gelangen etwa acht Milliarden in die Weltmeere und lösen dort verheerende Folgen aus. Meereslebewesen verwechseln das Plastik mit Nahrung und sterben an den Folgen. Zusätzlich dauert der Zerfall einer Plastiktüte zwischen 100 und 500 Jahre. Helfen Sie mit, reduzieren Sie den Durchschnittsverbrauch von 74 Plastiktüten pro Einwohner und Jahr in Deutschland. Nutzen Sie beim Einkauf Papiertüten, oder noch besser, Stofftaschen.

Einweg- und Mehrweg- gegen Glasflaschen tauschen

Stehend vor dem Mineralwasserstand kennt fast jeder die Vorteile der leichteren Kunststoff-Mehrwegflaschen im Gegensatz zu den Glasflaschen. Der Gewichtsvorteil lässt den noch zurückzulegenden Weg subjektiv kürzer erscheinen. Die Bundesregierung rät dazu, keine Einwegflaschen zu kaufen und auf Getränke in Mehrwegflaschen zurückzugreifen. Idealerweise sollte sich jedoch hier für die Mehrweg-Glasflaschen entschieden werden, da sie häufiger zurück in den Kreislauf geführt werden können.

Kunststoffdeckel werden zum Freund fürs Leben

Wo wir gerade bei der Wiederverwertung der Flaschen sind, könnte man sich natürlich auch die Frage stellen, was mit den zugehörigen Deckeln der Flaschen geschieht. Diese werden, zu bestimmten Teilen, ebenfalls recycelt und dem Kreislauf wieder zugeführt. Eine andere Möglichkeit, mit Kunststoffdeckeln sinnvoll zu helfen, besteht darin, diese für einen guten Zweck zu sammeln und abzugeben. So z. B. beim Assistenzhunde Deutschland e. V. Die Deckel werden hier gesammelt und, aufgrund ihrer Sortenreinheit, zu wiederverwertbarem, hochwertigen Granulat verarbeitet. Das Gute an der Aktion: Der Wert der gesammelten Deckel wird dafür verwendet, einem Menschen mit Einschränkung einen fertig ausgebildeten Assistenzhund und Freund fürs Leben an die Seite zu stellen. Eine tolle Sache, die wir hier gerne erwähnen und teilen. Mehr zur Aktion, wie z. B. Standorte der Sammelbehälter, finden Sie unter: https://assistenzhunde-deutschland.de/

Biomüll und die kompostierende Maisstärketüte, ist das sinnvoll?

Auf der Packung steht “zu 100% recyclebar und gefertigt aus Maisstärke”. Eigentlich eine gute Idee, um den Mülleimer vor feuchten Küchenabfällen zu schützen, jedoch kommen diese Maisstärketüten immer mehr in die Diskussion. Der Grund liegt an den Vergärungsanlagen, die aus Ihrem Bioabfall Energie und Dünger machen. Das Biogas kann nur unter Luftabschluss gewonnen werden. Die biologisch abbaubaren Biomülltüten benötigen jedoch Sauerstoff, um sich zu zersetzen. Was für den eigenen Komposthaufen kein Problem darstellt, ist für die Anlagetechnik des Biogases ein großes Problem. Die Tüten zersetzen sich nicht und müssen, fast wie normales Plastik, in einem aufwändigen Verfahren aus dem Biomüll herausgesucht werden.
Am Besten, Sie verwenden Zeitungspapier, falten es zu einem Behältnis und geben es dann in den Biomüll.